Fachkräfte für Lagerlogistik

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Prüfen, Planen, Anpacken. Fachkräfte für Lagerlogistik organisieren den Güterumschlag in zahlreichen Branchen und achten auf die sachgemäße Lagerung von Waren. Gabelstapler, Brückenkräne und Regalhubgeräte sorgen dabei in vielen Lagerhallen für allerhand Verkehr.

 

Bei der Tätigkeit ist der Umgang mit Daten und Zahlen wichtig, wenn eine Inventur durchgeführt werden muss oder Lagerkennziffern zu berechnen sind. Ein gut durchschnittliches räumliches Vorstellungsvermögen ist nötig, um den vorhandenen Platz und die eingehenden Waren richtig einzuschätzen. Auch wer Dinge schnell wahrnimmt und bearbeiten kann, ist in diesem Beruf gut aufgehoben - sind die Begleitpapiere richtig und vollständig ausgefüllt?


Flink sein und Sorgfalt mögen


In der Lagerlogistik kommt es oft zu Situationen, in denen man mündlich kurz und schnell Lieferwünsche entgegen nimmt oder Rücksprachen mit Frachtführern hält. Personen mit einer sehr "langen Leitung" haben es hier auf Dauer schwer. Wer sich hingegen freut System ins Chaos zu bringen sowie mit Sorgfalt und Umsicht handelt, dem eröffnen sich auch nach der Ausbildung gute berufliche Aussichten. Die Logistik gehört zu den am stärksten wachsenden Branchen mit einer direkten Anknüpfung an etwa 25 Berufen.

 

Die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik dauert 3 Jahre und erfolgt dual in Betrieb und Berufskolleg. Die  Ausbildung zum Fachlageristen dauert nur 2 Jahre.


Verdienst

1. Ausbildungsjahr: € 623 bis € 707

2. Ausbildungsjahr: € 679 bis € 763

3. Ausbildungsjahr: € 748 bis € 837


Im ersten Ausbildungsjahr lernt Ihr im Betrieb:

  • wie man Güter nach Beschaffenheit und Verwendung unterscheidet und handhabt
  • wie man Güter quantitativ und qualitativ kontrolliert, Eingangsdaten erfasst und Fehlerprotokolle erstellt
  • wie man Güter auszeichnet und sortiert, Lager- und Verkaufseinheiten bildet und Güter zur Lagerung vorbereitet
  • wie man Begleitpapiere nach betrieblichen Vorgaben und auf Richtigkeit und Vollständigkeit prüft, unter Berücksichtigung von Zoll- und Gefahrgutvorschriften-
  • welche Normen, Maße, Mengen- und Gewichtseinheiten zu beachten sind
  • wie man gesetzliche und betriebliche Vorschriften bei der güterspezifischen Lagerung anwendet
  • welche Arbeitsmittel zum Wiegen, Messen und Zählen man benutzt
  • welche Arbeits- und Fördermittel man einsetzt
  • wie man diese Mittel pflegt und deren Funktionsfähigkeit und Einsatzbereitschaft kontrolliert; wie man die Beseitigung von Beeinträchtigungen veranlasst
  • wie man Güter entlädt
  • wie man Mängelbeseitigung veranlasst
  • wie Leergut, Verpackung und Ladehilfsmittel nach rechtlichen und betrieblichen Vorgaben zurückzugeben sind und wie die Rückgabe zu dokumentieren ist
  • wie man Güter dem Bestimmungsort zuleitet
  • wie man Güter unter Beachtung von Einlagerungsvorschriften einlagert
  • wie man Standard- und arbeitsplatzbezogene Software anwendet
  • wie Arbeitsaufträge nach betrieblichen Vorgaben in Arbeitsabläufe umzusetzen sind; wie Arbeitsaufträge kundenorientiert auszuführen sind
  • wie betriebliche Informations- und Kommunikationssysteme unter Berücksichtigung der anwendungsbezogenen Vernetzung sowie der Datensicherheit und des Datenschutzes zu nutzen sind


Im zweiten Ausbildungsjahr lernt Ihr im Betrieb:


  • wie insbesondere Gefahrgüter, gefährliche Arbeitsstoffe, Zollgut, verderbliche Ware unter Beachtung von Kennzeichnungen und Symbolen zu handhaben sind
  • welche gesetzlichen und betrieblichen Vorschriften bei Verpackung und Transport anzuwenden sind
  • wie man Auftragsunterlagen kontrolliert und die Kommissionierung vorbereitet
  • wie man Güter zu Ladeeinheiten zusammenstellt und verpackt
  • wie man Abweichungen in logistischen Prozessen feststellt und zu ihrer Beseitigung beiträgt
  • welche Transportverpackungen und Füllmaterialien hinsichtlich Güterart, Transportart, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit auszuwählen sind
  • wie zusammengestellte Sendungen und Begleitpapiere auf Vollständigkeit zu prüfen, Transportgüter zu kennzeichnen, zu beschriften und zu sichern sind
  • wie man Sendungen für vorgegebene Verkehrsmittel verladefähig bereitstellt
  • wie man Gewicht und Raumbedarf von Gütern ermittelt
  • wie man Sendungen entsprechend der Gütereigenschaften und Verkehrsmittel verlädt und verstaut
  • wie man qualitätssichernde Maßnahmen im eigenen Arbeitsbereich durchführt und wie man dabei zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsvorgängen beiträgt
  • wie man den Einsatz von Arbeits- und Fördermitteln unter wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten plant
  • wie man Qualität und Wert der Güter während ihrer Lagerzeit erhält
  • wie man Lagerbestände kontrolliert und Korrekturen durchführt
  • wie Güter unter Berücksichtigung der Auslagerungsprinzipien dem Lager zu entnehmen und wie Bestandsveränderungen zu dokumentieren sind
  • wie man bei der Bearbeitung von Reklamationen mitwirken kann
  • wie man Auswirkungen von Information, Kommunikation und Kooperation auf Betriebsklima, Arbeitsleistung und Geschäftserfolg beachtet
  • wie man Aufgaben im Team plant und bearbeitet, Ergebnisse abstimmt und auswertet


Im dritten Ausbildungsjahr lernt Ihr im Betrieb:

  • wie man Umschlagaufgaben im Rahmen des logistischen Konzepts in ihrem zeitlichen und technischen Ablauf abstimmt und durchführt
  • wie Ladelisten und Beladepläne unter Beachtung der Ladevorschriften zu erstellen sind
  • wie man Versand- und Begleitpapiere bearbeitet und außenwirtschaftliche Vorschriften beachtet
  • wie man bei der Erstellung eines Tourenplanes mitwirken kann
  • wie man den Informations- und Materialfluss als Teil des logistischen Prozesses sicherstellt
  • wie man bei logistischen Planungs- und Organisationsprozessen mitwirken kann
  • wie die Vernetzung logistischer Funktionen berücksichtigt werden muss und wie man zur Verbesserung der Zusammenarbeit an den Schnittstellen beitragen kann
  • wie bei der Verbesserung logistischer und datenunterstützter Prozesse mitgewirkt werden kann
  • wie man Lagerkennzahlen berechnet, auswertet und dokumentiert
  • wie man Lade- und Transporthilfsmittel disponiert
  • wie man Kommunikation mit vorausgehenden und nachfolgenden Funktionsbereichen sicherstellt


Während der gesamten Ausbildung wird den Auszubildenden vermittelt:


  • welche gegenseitigen Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag entstehen
  • wie der Ausbildungsbetrieb organisiert ist und wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung funktionieren
  • wie die Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften angewendet werden
  • welche Umweltschutzmaßnahmen zu beachten sind


In der Berufsschule sind folgende Lernfelder Gegenstand des theoretischen Unterrichts:


  • Güter annehmen und kontrollieren
  • Güter lagern
  • Güter bearbeiten
  • Güter im Betrieb transportieren
  • Güter kommissionieren
  • Güter verpacken
  • Touren planen
  • Güter verladen
  • Güter versenden
  • logistische Prozesse optimieren
  • Güter beschaffen
  • Kennzahlen ermitteln und auswerten

 

Hier geht es zu einem Film über den Beruf Fachkraft für Lagerlogisitk

http://www.berufe.tv/BA/filmseite.html?filmID=1000080